Obwohl sich Cocktails und jegliche ihrer Subkategorien in aller Herrenländer großer Beliebtheit erfreuen, haben es bisher nur wenige Drinks geschafft, sich bei so breiten Bevölkerungsschichten bekannt zu machen wie der Cuba Libre. Doch trotz jahrhundertelanger Geschichte und teils mystischen Wurzeln hat der Cuba Libre heute vielerorts den Ruf als „schneller und günstiger Weg in den Rausch“- Zu unrecht.

Im folgenden erfahren Sie daher mehr über einen Drink, der gerne für Werbekampagnen genutzt wird und nicht nur in Kuba eine beachtsame Karriere hingelegt hat.

Herkunft und Geschichte

Über die Entstehungsgeschichte des Cuba Libre kursieren diverse Legenden, wobei eine konkrete Version immer wieder aufgegriffen wird. Die meistgehörte Herkunftsgeschichte des Cuba Libre ist daher jene von Bacardi:

Die Ursprünge des original Cuba Libre gehen zurück auf den kubanischen Unabhängigkeitskrieg von 1898, als Oberst Theodore Roosevelt und sein Regiment, bekannt als die Rough Riders, gemeinsam mit vielen weiteren Amerikanern in Kuba eintrafen. Die amerikanischen Truppen brachten die Coca-Cola™ mit nach Kuba, die bald bei den Kubanern ebenso beliebt war wie bei den Amerikanern. Im August 1900, während einer Siegesfeier in der American Bar in Havanna in Kuba, bestellte Captain Russell, Hauptmann der US-Fernmeldetruppe, seinen kubanischen Bacardi Rum mit Coke® und einer frischen Limettenscheibe. Diese neue Kombination erregte die Neugierde der Soldaten um ihn herum. Schon bald tranken alle in der Bar das neue Getränk. Der Captain erhob daraufhin sein Glas und stieß auf das freie Kuba an – „Por Cuba Libre!“. Die Worte Cuba Libre – freies Kuba – verliehen dem Drink seinen bis heute populären Namen.

Problematisch ist bei dieser Theorie jedoch, dass das 1250-Mann umfassende Rough Riders-Regiment zwar 1898 in Kuba landete, nach einigen Kampfhandlungen und exotischen Krankheiten jedoch bereits ca. 4 Monate später Kuba wieder in Richtung den U.S.A. verließ.  Das heisst, das Regiment hätte spätestens am 16. September 1898 auf das „freie Kuba“ („Cuba libre“) anstoßen müssen, da die Rough Riders an eben diesem Tag offiziell aufgelöst wurden. De facto war dieser Prosit-Spruch mit dem Getränk Cuba Libre zu dieser Zeit aber gar nicht möglich, da Coca Cola erstmals im Jahr 1900 nach Kuba exportiert wurde, also zwei Jahre nach der Auflösung der Rough Riders.

 

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Parallel dazu gibt es diverse andere Theorien, die zwar alle davon ausgehen, dass der Cuba Libre erstmals in Kuba „gemixt“ wurde, allerdings unterscheiden sich alle in ihren Jahreszahlen und dem jeweiligen Kontext.

Verbreitung und Ruf

Der Cuba Libre ist heute einer jener Drinks, die nahezu überall und meistens recht günstig geordert werden können, sei es in noblen American Bars, in Dorfdiskotheken oder auf Ausschankwägen bei Stadtfesten. Aufgrund dieser breiten Verfügbarkeit und der vergleichsweise einfach Herstellung entwickelte sich der Cuba Libre getreu dem Motto „Viel Rum, wenig Cola“ zu einem der „Abfülldrinks“ schlechthin.

Betrachtet man allerdings vor dem geschichtlichen Hintergrund die Möglichkeiten und Varianten mit denen ein Cuba Libre hergestellt werden kann, ergibt sich recht schnell eine andere, seriösere Sicht auf diesen Drink. Neben einer unzählbaren Menge an diversern Rumsorten bieten einem dabei vor allem die mittlerweile stark gestiegene Anzahl an Cola-Abfüllungen breiten Spielraum die geschmackliche Bandbreite zu entdecken, die ein Cuba Libre einnehmen kann, sofern man nur danach sucht.

Neben bekannten Rum-Shops gibt es im Web außerdem vielerlei Möglichkeiten seinen Horizont um „Cola“ zu erweitern und dem Cuba Libre dadurch geschmacklich in neue Bahnen zu lenken. So bieten einem diverse Shops, als auch der entsprechende Wikipedia-Artikel Tipps zum Thema Cola-Sorten.

Einordnung als Drink

Als Teil der Oberkategorie Longdrinks gilt der Cuba Libre als klassischer Highball. Während die einzelnen Zubereitungsarten natürlich varrieren können, ist eine häufige Zubereitungsart 4-5 cl dunklen Rum im Highballglas auf Eis mit 10 cl Cola aufgießen und mit Limette abspritzen und garnieren.

Eine weitere Möglichkeit der Zubereitung zeigt folgendes Video, in welchem der ein oder andere Punkt etwas unüblich, aber dennoch möglich ist.