Rum zählt zweifelsfrei zu jenen Destillaten mit der größten Aromenvielfalt. Nicht nur  deswegen, sondern auch aufgrund der interessanten Geschichte, bekannten Rum-Cocktails und dem vermittelten Lebensgefühl, bietet Rum ein außerordentliches Markt-Potential. So wundert es nicht, dass einige der größten Spirituosen-Hersteller ihre Basis im Rum haben.

Sicherlich können Sie sich denken, welche beiden Rum-Marken es in die Top 4 geschafft haben. Zwei Marken, die auch in Deutschland omnipräsent sind: Bacardi und Havana Club. Während zwischen beiden über Jahre hinweg ein Patentstreit über den Namen „Havana Club Rum“ in den USA ausgefochten wurde, ist die Rum-Marke mit der Fledermaus mit gigantischen Abstand weltweiter Marktführer in Sachen Zuckerrohr-Destillat.

Zwar hat Bacardi auch den ein oder anderen Premium-Rum im Portfolio, das Verkaufs-Flaggschiff sind jedoch die 10 – 15,- Euro Rums wie der klare Bacardi Superior und die aromatisierten Rums wie Bacardi Razz. Der Erfolg des Unternehmens ist heute mittlerweile so groß, dass Bacardi direkt nach Johnnie Walker die erfolgreichste Spirituosen-Marke der Welt ist. Der nächste Rum-Gigant Captain Morgan besaß im Jahr 2011 nicht einmal ein Viertel des Marktwertes von Bacardi.

Wie aber überall ist Quantität nicht gleich Qualität. Selbst wenn die Discounter-Rums literweise in die Gläser gefüllt werden, über Aromenvielfalt oder Extravaganz sagt das nichts, eher über perfektes Marketing und Hochleistungs-Produktion.

 

Platz 1: Bacardi

 

Wie bereits geschrieben, ist Bacardi nicht nur in Sachen Rum Spitzenreiter, sondern führt zusammen mit Johnnie Walker auch den gesamten Spirituosen-Markt an. Dies führt sogar soweit, dass sich Bacardi vom Rum-Image entfernt hat und mit der Marke „Bacardi“ etwas ganz eigenes geschaffen hat. Wie so viele die Marke Tempo als Synonym für ein Taschentuch verwenden, hat es Bacardi bei einem gewissen Klientel geschafft, sich eine ähnliche Position im Rum-Bereich aufzubauen.

 

Platz 2. Captain Morgan

 

Erstmals 1944 startete die Produktion des Captain Morgan Rum unter dem Namen „Captain Morgan Rum Company“. Inhaber war zu jener Zeit das Unternehmen Seagram.

Basierend auf jamaikanischem Rum, war Captain Morgan einer der ersten Rum-Produzenten, die mit einer Mischung aus gereiftem Rum sowie Kräutern und Gewürzen, international beachtlichen Erfolg hatten.

6 Jahre später übernahm der Spirituosen-Konzern Diageo die Rechte an Captain Morgan und führte es auf Platz 2 der heute erhältlichen Rum-Sorten. Fairerweise muss hinzugefügt werden, dass Captain Morgan oft lediglich als „Spirituose auf Rum-Basis“ gehandelt wird, da es, vor allem beim Spiced Rum, unter die gesetzlich vorgeschriebenen 37,5 %Vol. fällt.

 

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3. Platz: Havana Club

 

Für viele Bartender und Hobby-Mixer ist der 3 jährige Havana Club aufgrund des sehr guten Preis-/Leistungsverhältnisses oftmals der Rum der Wahl. Zumindest dann, wenn es ans Mixen von Cocktails wie dem Mojito geht, die nach weißen Rum verlangen.

Während der ärgste Konkurrent Bacardi vor allem den Fokus auf die Low-Budget-Rums und die aromatisierte Abteilung legt, finden auch beim bekanntesten Rum Kubas Havana Club Neuveröffentlichungen im Premium-Segment reges Interesse. Letztes Beispiel war der in 2010 erschienene Havana Club Selección de Maestros, der den Havana Club Barrel Proof ablöste.

 

4. Platz: Malibu

 

Zugegeben – Malibu ist in Deutschland nicht für einen puren Rum, sondern vielmehr für den Kokoslikör auf Rum-Basis bekannt. Abgesehen von den oben genannten Marken, kommt jedoch kein anderes Rum-Unternehmen an dessen Marktwert.

Zusätzlich ist Malibu Rum aus geschichtlicher Perspektive ein Außenseiter. Während andere Hersteller mit Rum begannen und auch heute noch bei Rum sind, startete das Unternehmen, das heute für Malibu Rum-Likör bekannt ist, mit der Herstellung von Obstbränden.