Jack Daniel's Tennessee Honey

 

Jack Daniel’s war in jüngster Zeit einer der letzten großen Hersteller US-Whiskeys, die eine Honig-Version starteten. Als Basis den Standard-Whiskey und diesen aromatisiert mit diversen Aromen, allem voran Honig. Jack Daniel’s wollte, wie auch die Konkurrenz, diesen süßlichen Markt bedienen.

Das Unternehmen aus Tennessee schafft es dabei jedoch an der ein oder anderen Stelle anderen Honig-Whiskey-Likören davon zu ziehen.

Weniges schmeichelt dem Gaumen so sehr wie süßliche Aromen. Der eine mag es subtil, der andere eher heftig. Eine gewisse Süße wird jedoch meist immer als angenehm empfunden. Während es bei „reinen“ Spirituosen aber meist perfekt in die Vielfalt anderer Aromen eingebettet ist, tritt man mit der Süße bei vielen Likören schon Türen ein. Auch so das Honig-Whiskey-Geschwader der vergangenen Monate und Jahre.

 

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Jack Daniel’s Tennessee Honey ist dabei einer der jüngsten Zucker-Bomben, die aus dem US-Whiskey-Markt nach Europa kommen. Wie auch die Konkurrenz bedient sich Jack Daniel’s bei seinem Standard-Whiskey dem Old No. 7 als Grundlage für seinen Honig-Likör.

Meiner Meinung nach ist dies eines der wenigen Male, wo etwas unterdurchschnittliches durchschnittlich wird.

 

Degustation des Jack Daniel’s Tennessee Honey

 

Farblich zeigt sich der Jack Daniel’s Tennessee Honey in hellem Gold. Bisher also unspektakulär.

Interessant wird es hingegen in der Nase. Hier ist Honig zwar vorhanden, allerdings nicht so dominant wie erwartet. Vielmehr erwartet einen hier ein blumiges, mildes Aroma.

Im Mund ist der Jack Daniel’s Tennessee Honey angenehm süß, dies allerdings nicht zu aufdringlich. Einen Wow-Effekt sorgte hier das dominante Kaffee- und Vanille-Aroma. Honig war hingegen auch hier wieder dezent. Insgesamt hat dieser Honig-Likör im Mund kurze prägnante Aromen. Ihm fehlt es jedoch völlig an Komplexität und Tiefe.

Vom Gaumen verabschiedet sich der Jack Daniel’s Tennessee Honey mit einem zweiten Wow-Effekt. Zwar war hier erstmals Honig etwas präsenter, dominant war aber Schokolade. Hinzukam eine cremige Süße und Pfefferminz. Dieser Likör zeigt hier eine Vielfalt an Aromen wie kaum ein anderer Honig-Whiskey-Vertreter.

Natürlich braucht man auch hier nicht die astreine Komplexität und Ausgewogenheit eines guten Whiskeys suchen. Im Dschungel an Honig-Likören gibt es vermutlich aber nur wenige, die neben Honig derart viele Aromen liefern. Ob künstlich oder nicht, sei mal dahingestellt.

Bildquelle: Brown-Forman

 

 

Jack Daniel's Tennessee Honey - 35%Vol. - 20€/0,7l

6.6

Bouquet

6.6/10

Geschmack

6.9/10

Mundgefühl

6.2/10

Nachklang

6.7/10

Positiv

  • Honig-Aroma gut eingebunden
  • Angenehm süß
  • Alkoholgehalt gut gewählt

Negativ

  • Aroma wirkt teilweise monoton
  • Kaum Komplexität