windspiel

 

Er ist nobel, er ist klassisch und er ist neu. Der Windspiel Gin ist seit wenigen Wochen Deutschlands jüngster Zuwachs in Sachen Wacholderdestillate. Dabei setzt das Unternehmen aus Rheinland-Pfalz auf jene Erfolgsfaktoren, die auch so manch anderer Gin-Marke hierzulande auf die Beine half.

Dies ist auch wichtig, denn Qualität alleine reicht mittlerweile nicht mehr.

Würde man sich durch die mittlerweile in Deutschland produzierten Gins trinken wollen, wäre dies ein großangelegtes Projekt. Das Angebot ist unüberschaubar.

Dieses Angebot wird seit wenigen Wochen von einem weiteren Gin aus der Vulkaneifel ergänzt: dem Windspiel Premium Dry Gin. Hergestellt aus einer Maische regionaler Kartoffeln, basiert dieser Gin neben klassischen Botanicals wie Wacholder, Zitrone und Koriander auch auf Zimtrinde und Lavendel. Herauskommt dabei ein Destillat, das jeden Tropfen Wert ist, jedes Glas und jede Flasche.

Reicht das allerdings heute noch? Der Windspiel Dry Gin wird es definitiv schwer haben, sein Fähnchen in der eingesessenen Gin-Masse aufzustellen. Unmöglich ist es jedoch nicht, bringt der Windspiel Dry Gin doch das nötige Rüstzeug mit.

Abgesehen vom Inhalt des Windspiel Dry Gins, der durchaus zu begeistern weiss, sind es aber noch andere Punkte, warum der neue Eifel-Tropfen einen Blick verdient.

Anders als viele andere Hersteller, die sich ausschließlich auf ihren Gin konzentrieren, liefert Windspiel gleich ein ganzes Genusspaket aus. Dieses beinhaltet ein optisch sehr ansprechendes Packaging, das eigens kreierte Tonic Water und Trüffelpralinen auf Gin-Basis. Alles unter dem Namen Windspiel. Ein durchaus interessanter und durchdachter Ansatz sich in der Masse einen Namen zu machen.

 

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Degustation des Windspiel Dry Gin

 

In der Nase ist der Windspiel Dry Gin zunächst weich und elegant. Keine störenden Alkoholnoten, kein negatives Brennen. Dafür aber ein komplexes und kraftvolles Bouquet, das zunächst an frische Limetten und herb-süße Preiselbeeren erinnert.

Auch der Wacholder ist deutlich erkennbar, schmiegt sich aber gekonnt zwischen die anderen Aromen, ohne zu blass oder exzentrisch zu wirken.

Schwenkt man das Glas eine Weile, zeigt sich noch ein leicht holziger Unterton und eine gewisse Frische, die einen für kurze Zeit in einen Nadelwald kurz nach einem Sommerregen versetzt.

Im Mund setzt der Windspiel Dry Gin seine positive Seite aus der Nase zunächst fort. Er ist weich und cremig, holzig-herb und gespickt mit Aromen von Wacholder und leichter Zitrusfrucht. Ein gut ausbalancierter Gin-Klassiker.

Ein kleiner Wermutstropfen sind an dieser Stelle allerdings die 47 %Vol., die zwar ordentlich Kraft ins Glas bringen, aber teilweise hatte ich den Eindruck es wäre zu viel des Guten. Etwas weniger, wäre hier vielleicht mehr gewesen.

Ein Windspiel Dry Gin mit lediglich 40 %Vol. soll aber laut Unternehmen noch folgen.

Vom Gaumen verabschiedet sich der Windspiel Dry Gin schließlich sehr angenehm. Ein Hauch Lavendel, Wacholder und dezent seifige Rose bleiben hier langanhaltend am Gaumen.

Zusammenfassend empfinde ich den Windspiel Dry Gin als gekonntes Produkt und eine Bereicherung des Marktes. Was es mir allerdings ganz besonders angetan hat, ist die Gin & Tonic-Variante mit dem hauseigenen Windspiel Tonic Water. Das ist ganz großes Kino.

 

 

Windspiel Dry Gin - 40%Vol. - 40€/0,5l

8.4

Bouquet

8.7/10

Geschmack

8.5/10

Mundgefühl

8.1/10

Nachklang

8.3/10

Positiv

  • Komplexes Bouquet
  • Weiches Mundgefühl
  • Verspielte Aromen

Negativ

  • Alkohol teils störend