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Der Name anrüchig, der Drink herzhaft und die Wirkung belebend. Attribute, die auf den Bloody Mary Cocktail zutreffen bzw. sollen. Vor allem letzteres ist aber eher fraglich, gab und gibt ihm allerdings einen beträchtlichen Schub in Sachen Beliebtheit.

Tatsache ist allerdings, dass die Bloody Mary einer der bekanntesten Drinks weltweit ist und hierzulande mehr zu einer Extravaganz für Langstreckenflüge verkommen ist.

Im Vergleich zu anderen Cocktails ist die Bloody Mary kein Drink, der hierzulande nur so vor Popularität strotzt. Man kennt sie, man kennt grob die Zutaten und man kennt sie vor allem im Angebot mancher Fluggesellschaften.

Jedes Mal, wenn ich die Zubereitung dieses Drinks allerdings bei Flügen sah, war das Resultat meist eine verkrüppelte Variante dieses eigentlich komplexen Drinks.

Als herzhafter Vertreter seiner Zunft wird der Bloody Mary Cocktail gerne zum Brunch serviert. Vor allem in den USA. Hierauf basiert auch sein Ruf „Tote zum Leben zu erwecken“, d.h. den alkoholischen Kater einer durchzechten Nacht zu heilen oder zumindest zu lindern.

Freilich ist diese Annahme zum Großteil sinnlos, braucht es hier lediglich Wasser, Mineralien und Ruhe. Für seine Popularität war dieser Ruf als bekanntester „Corpse Reviver“ allerdings Gold wert.

 

Von New York nach Paris, von Chicago nach London – Die Herkunft der Bloody Mary

 

So vielfältig allerdings seine verschiedenen Rezeptur-Varianten sind, so schleierhaft ist allerdings auch die Herkunft von Rezeptur und Name. Derzeit gibt es keine Quelle, die die Herkunft der Rezeptur eindeutig belegen bzw. auf konkrete eine Person zurückführen kann.

3 Namen fallen immer wieder in der Geschichte und erstmaligen Zubereitung der Bloody Mary: Henry Zbikiewicz, Lucius Beebe und Fernand Petiot. Letzterer behauptete fest von sich, diesen Cocktail 1921 in der New York Bar in Paris erfunden zu haben.

Inwieweit das zutrifft oder ob er lediglich auf Basis vorangegangener Cocktails experimentierte, ist heute nicht mehr klar.

Erschwerend kommt hinzu, dass einige Quellen behaupten, die Bloody Mary wäre lediglich der Nachfolger des Red Snapper Cocktails. Einem ähnlichen Tomaten-Corpse Reviver allerdings auf der Basis des damals besser erhältlichen Gins.

Auf dem Beifahrersitz dieser Frage, kommt auch gleichzeitig die nächste angerollt: Woher stammt der Name? Sicherlich trug die rote Farbe des enthaltenen Tomatensaftes zur Namensgebung bei, wie dies allerdings exakt geschah, ist heute nicht mehr bekannt.

 

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Da Queen Mary I., aufgrund zahlreicher Hinrichtungen englischer Protestanten, je nach Standpunkt auch als „Bloody Mary“ bezeichnet wurde, gibt es Gerüchte, dass die Namensgebung des Cocktails hierauf beruht.

Allerdings halte ich persönlich dies als relativ unwahrscheinlich, da beide Ereignisse in keinerlei Zusammenhang stehen. Es scheint mir vielmehr Zufall zu sein.

Ein anderes Gerücht zur Entstehung des Namens „Bloody Mary“ geht auf Petiot zurück, der zu diesem Namen durch seine ersten beiden Gäste inspiriert worden sein soll, denen er diesen Drink servierte.

Beide aus Chicago erzählten sie ihm von einer dortigen Bar Namens „Bucket of Blood“ und der dortigen Kellnerin „Mary“. Ein theatralischer Spitzname für die Bar „New Delaware“, auf deren Adresse heute ein Parkplatz steht.

 

Zutaten einer klassischen Bloody Mary

 

Zwar gibt es die folgende klassische Zutatenliste für die Bloody Mary. Eine Eigenschaft, die diesen Drink allerdings ausmacht, ist die Tatsache, dass man mit neuen Gewürzen und Ideen spielen kann. Die Bloody Mary bietet Freiraum.

Was allerdings auch dazuführt, dass so mancher Cocktail-Fan, wie auf eater.com gezeigt, über das Ziel hinausschießt.

  • 5 cl Vodka
  • 2 cl Zitronensaft
  • 2 Dashes Worcester Sauce
  • 1 Prise Selleriesalz
  • 1 Prise Schwarzer Peffer
  • 2 Dashes Tabasco Sauce
  • 12 cl Tomatensaft

 

Zubereitung der blutigen Maria

 

Das Salz und die restlichen Gewürze zusammen mit Zitronensaft und Vodka in einen Shaker ohne Eis geben. Einige Male umrühren, damit sich Salz und Co. in der Flüssigkeit auflösen. Anschließend Tomatensaft, Worcester Sauce, Tabasco Sauce und viel Eis dazugeben und kräftig verrühren.

Alle Zutaten anschließend in ein vorgekühltes Highball-Glas auf Eis abseihen und mit Limette oder Zitrone und Selleriestange dekorieren.

Zum Wohl!

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