Old Grand Dad Bourbon 0,7l

 

Trotz dessen, dass er einer der bestgehensten Straight Bourbons ist, spielt der Old Grand-Dad in unseren Breiten kaum eine Rolle.

Dabei ist dieser Whiskey mit seiner kleinen, bauchigen Flasche und seinem schlichten Label ein Tropfen, an dem man als Connaisseur und Fan hochprozentiger Genussmittel nicht vorbeigehen sollte.

Zumal der Old Grand-Dad Bourbon Whiskey allein mit seinem Preis-Leistungsverhältnis vielen Single Malts den Rang abläuft.

Er rückt hierzulande nicht sonderlich ins Rampenlicht. Das Unternehmen, das hinter dem Old Grand-Dad Bourbon Whiskey steht, setzt in Deutschland vornehmlich auf anderen Produkte aus dem Portfolio. Man hat ja genügend. Die Rede ist von Beam Inc. bzw. Beam Suntory, unter dessen Fittichen dieser Bourbon seit Ende der 1980er steht.

Der Old Grand-Dad Bourbon Whiskey ist einer jener Produkte, denen man nicht auf Anhieb ansieht, dass sie Teil der Jim Beam-Familie sind. Benannt zu Ehren des Großvaters Basil Hayden, Sr. vom Master Distiller Raymond B. Hayden, ziert auch dessen Konterfei den Flaschenaufdruck vom Old Grand-Dad Bourbon.

Als einer der so genannten High Rye-Bourbons besitzt dieser Whiskey zusammen mit u.a. Basil Hayden einen der höchsten Roggenanteile (30 %) in der mash bill/Maischerezeptur im Portfolio von Beam.

 

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Degustation des Old Grand-Dad Bourbon

 

Ist der Old Grand-Dad Bourbon einmal im Glas, besitzt er eine angenehm warme Bernsteinfarbe. Nach dem Schwenken bilden sich an der Glasinnenseite rechte viele ölige Tropfen.

Seinen ganz großen Auftritt hat dieser Whiskey meiner Meinung nach in dem Moment, in dem er ins Glas fällt. Ohne kurze Ruhepause strömen die verschiedensten Aromen heraus. Man kommt nicht umhin zu bestätigen, dass der Old Grand-Dad ein High Rye-Bourbon ist. Die typischen würzigen Roggenaromen sind sofort präsent. Was für mich außerdem sehr prägnant für Whiskeys mit hohem Roggenanteil ist, sind Aromen von Minze und Eukalyptus. Genau diese zeigt der Old Grand-Dad Bourbon in der Nase zu genüge. Zusätzlich geizt er aber auch nicht mit fruchtigen Aromen wie Birne oder Rosinen. Aber auch süße Vanille und Honig wissen zu gefallen.

Gab der Old Grand-Dad Bourbon in der Nase noch Vollgas, geht er im Mund erstmal auf die Bremse. Positiv ist hier, dass er auch wieder fruchtige Noten wie Pflaume präsentiert und insgesamt angenehm kräftig wirkt, ihm fehlt es hier jedoch an Rafinesse. Hinzukommt, dass der Alkohol hier schon deutlich ein Zeichen setzt.

Anschließend legt er aber wieder einen höheren Gang ein und geht nach vorne. Kräftig und langanhaltend bleibt er am Gaumen unter hinterlässt Nuancen von Karamell, Vanille, Holz und Traube.

Alles in allem finde ich den Old Grand-Dad einen tollen Bourbon, der lediglich im Mund etwas schwächelt. Bei einem Preis von deutlich unter 20,- Euro habe ich jedoch bisher nur wenige Whiskeys mit einem solchen Preis-Leistungsverhältnis gesehen.

Details:

Art: Straight Bourbon Whiskey

Alter: k.A.

Alkohol: 40 %Vol.

Preis: ~ 20,- Euro à 0,7 l

Region: Kentucky/USA

Bottler: Beam Suntory

Fazit: 7/10 Punkten