Ich weiß nicht mehr, wie viele Spirituosen wir 2017 verkosteten, aber es waren viele. Darunter wahre Perlen, bei denen wir nicht nur den Preis vergessen, sondern auch alles und jeden der bei der Verkostung anwesend ist.

Die 11, die in dieser Menge am deutlichsten hervorstachen, bedienen sich jeden Genres. Von Single Malt Scotch Whisky, über Rum bis hin zu Mezcal und Pisco.

Ich möchte dir daher im Folgenden diese 11 vorstellen. Tropfen, von denen du eventuell den ein oder anderen schon probiert hast, die noch ausstehenden aber definitiv nachholen solltest.

Ein Potpourri an Aromen erwartet dich.

 

Platz #11: Vinas de Oro Quebranta

Viel peruanischen Traubenbrand hatten wir in den vergangenen 12 Monaten nicht verkostet. Zum einen liegt dies daran, dass wir dieses Genre dieses Jahr nicht mehr derart akribisch verfolgten wie die Jahre zuvor.

Zum anderen liegt dies an der Tatsache, dass schlichtweg kaum neuer Stoff nachkommt. Es scheint sich eine Flaute in Sachen Pisco hierzulande einzuschleichen.

Schade, denn so gehen uns High End-Tropfen wie der Vinas de Oro Quebranta durch die Lappen.

Solltest du einmal Gelegenheit haben, diesen Tropfen zu verkosten: Tue es.

Er erweitert deinen Horizont, um Aromen und Raffinesse, die wir bei anderen Spirituosen häufig vergeblich suchen. Und dies bei einem unvorstellbaren Preis-/Leistungverhältnis.

Infos: 41%Vol. – 23 €/0,7l

Verkostungsartikel: Vinas de Oro Quebranta Pisco im Test

 

Platz #10: Fieldfare Dry Gin

 

 

Der Fieldfare Dry Gin ist ein Wacholdertropfen, der uns dieses Jahr ohne großes Getöse ins Regal gestellt wurde.

Gut, bei der Flut an Gins, bei dem Getöse, das bisher veranstalte wurde, ist es auch schwer noch aufzufallen.

Der Fieldfare Dry Gin ist allerdings einer, den du beachten solltest. Denn der Inhalt hat es in sich.

Diese 4 Punkte sprechen dafür, dass sich der Kauf einer Flasche lohnt:

  • Komplexes Bouquet
  • Angenehmes Mundgefühl
  • Viele Aromen im Mund
  • Intensiver Nachklang

Infos: 45%Vol. – 34,5 €/0,5l

Verkostungsartikel: Fieldfare Diemel Dry Gin: Eine Aromenwucht aus Familienhand

 

Platz #9: Isle of Harris Gin

 

 

Auch dieses Jahr hätten wir im Wacholder-Destillat baden können. Ich habe vor Monaten die Ambition aufgegeben, jeden neuen Gin kennen lernen zu wollen.

Vor 2 Jahren kapitulierte ich.

Einer ist mir allerdings nicht entgegen, wofür ich heute noch dankbar bin. Wovon ich rede, ist der Isle of Harris Gin.

Dieser Gin dient der Scotch Destillerie Isle of Harris – ähnlich wie bei Bruichladdich – als Liquiditionshilfe und Überbrückung bis deren Whisky Marktreife erlangt hat.

Und wenn der Whisky nur annähernd so gut wird, wie der Gin, dann bin ich schon jetzt ein Fan davon.

Der Isle of Harris Gin liefert dir Balance, kräftiges Bouquet im Mund und langen Nachklang. Ein Killer-Gin.

Infos: 45%Vol. – 41 €/0,7l

Verkostungsartikel: Der neue Isle of Harris Gin ist eine Gaumenfreude

 

Platz #8: Glengoyne 21 Jahre

 

 

Die Single Malt Scotch-Kategorie lieferte uns dieses Jahr die meisten Vertreter ins Glas. Darunter waren zahlreiche Tropfen, für dich ohne zu zögern den Geldbeutel zücken würde.

Einer der dabei besonders herausstach, war der Glengoyne 21 Jahre.

Er lieferte nicht nur zahlreiche Aromen, sondern das daraus enstehende Bouquet prahlt mit Komplexität.

Da diese noch dazu individuell sind, war dies für uns 2017 die Single Malt Whisky-Messlatte.

Infos: 43 %Vol. – 139 €/0,7l

Verkostungsartikel: Glengoyne 21 Jahre: Ein genialer Whisky alter Schule

 

Platz #7: Bozal Cuixe Mezcal

 

 

Der Bozal Cuixe ist einer von 2 Mezcals, die es in diese Top-Liste schafften.

Und dies meiner Meinung nach zurecht, denn dieser Tropfen haut dir Aromen um die Ohren, die du nicht vergisst.

Hinzukommt, dass ich mich 2017 an keinen Tropfen erinnern kann, bei dem der Alkohol derart gut in die Textur eingebunden war.

Und dies ist eine Leistung.

Der Bozal Cuixe ist ein Single Maguey Mezcal, das heißt, er basiert auf nur eine Agaven-Art der Unterart Cuixe. Ein widerspenstiges Biest, das durch seinen ausgeprägten Habitus schwerer zu ernten ist als das Gros der Agaven.

Infos: 47%Vol. – 82,99 €/0,7l

Verkostungsartikel: Auf der Suche nach neuen Aromen? Dann probiere den Bozal Cuixe Mezcal

 

Platz #6: Mezan Jamaica 2005 Rum

 

 

Der Mezan Jamaica 2005 war einer der Rums dieses Jahr, die ich mir immer und immer wieder kaufen würde.

Zum einen aufgrund seiner Qualität, zum anderen aufgrund seines Preis-/Leistungsverhältnisses. Wenn du in die Welt der High End-Rums eintauchen möchtest, dir aber ein niedriges Preislimit gesetzt hat, dann ist der Mezan Jamaica 2005 etwas für dich.

Sein ausgefallenes Bouquet wird dich begeistern.

Infos: 46 %Vol. – 50 €/0,7l

Verkostungsartikel: Mezan Jamaica 2005: High End-Rum zum schmalen Taler

 

Platz 5: Craigellachie 31 Jahre Single Malt

 

 

Dieser Malt ist der Hammer. Zumindest, wenn man seinen Inhalt betrachtet, denn der Preis lässt viele Kunden abwinken. Über 400 Euro musst du auf den Tisch legen, wenn du eine Flasche des Craigellachie 31 Jahre haben möchtest.

Dafür erwarten dich dann ein komplexes Bouquet und ein spannendes Mundgefühl.

Infos: 52,2%Vol. – 430 €/0,7l

Verkostungsartikel: Darum ist der Craigellachie 31 Jahre ein High End-Single Malt

 

Platz #4: Revolte Falernum

 

 

Nur ein Likör schaffte es dieses Jahr in unser Best of. Jener aus dem Hause Revolte Rum.

Eben dieser diente als Basis für den Likör, der zusätzlich aromatisiert wurde mit Pandan, Cranberries als auch Zitronenverbene, Ingwer, Piment und Zimt.

Dabei begeisterte uns der Revolte Falernum vor allem dadurch, dass er eine spannende Ingwer-Schärfe ins Glas brachte. Zudem liefert er dir eine hohe Komplexität und zahlreiche Aromen.

Ein Wahnsinntropfen, der sowohl pur als auch mit wenigen Zutaten verfeinert im Cocktail funktioniert.

Infos: 24%Vol. – 17,50 €/0,5l

Verkostungsartikel: Revolte Falernum: Ein Rum-Likör, den du brauchst

 

Platz #3: Juniper Jack Navy Strength

 

 

Der Juniper Jack Navy Strength ist der dritte Gin in unserer diesjährigen Bestenliste. Und einer der wenigen, die wir ohne Kompromisse empfehlen können.

Warum wir so begeistert waren von diesem Tropfen?

Dies sind die 4 wichtigsten Gründe:

  • Komplexes Bouquet
  • Interessantes Mundgefühl
  • Ausbalancierte Aromen
  • Alkohol gut eingebaut

Wenn du ein Gin-Fan bist, darfst du dir diesen Tropfen nicht entgehen lassen.

Infos: 57,2%Vol. – 69,98 €/0,7l

Verkostungsartikel: Juniper Jack Navy Strength kommt an den perfekten Gin nahe ran

 

Platz #2: Bozal Mezcal Espadín

 

 

Der Bozal Espadín besteht aus einem Ensemble aus 3 verschiedenen Agaven-Sorten: Espadín, Barril und Mexicano.

Aus diesen 3 Spezies formte Bozal einen Tropfen, für den ich vieles stehen und liegen lassen würde. Komplexes Bouquet, intensiver Geschmack und ein langer Nachklang sind dabei die Gründe, die dich lange an ein Glas Bozal Espadín fesseln werden.

Solltest du also einmal die Gelegenheit haben, ein Glas oder besser eine Flasche dieses Tropfen zu bekommen: Greif zu!

Infos: 47%Vol. – 64 €/0,7l

Verkostungsartikel: Bozal Espadín: Ein Mezcal, der dich begeistern wird

 

Platz #1: Velier Hampden 2010 Jamaica Rum

 

 

Es tut schon fast weh diesen Rum zu trinken. Denn mit jedem Glas weißt du, dass du dem Flaschenboden näher kommst.

Es ist eine Gratwanderung zwischen Perfektion und Panik.

Aber was soll’s. Der Velier Hampden 2010 wurde gemacht, um getrunken zu werden. Und solltest du einmal in den Genuss dieses Jamaica Rums kommen, wird deine Messlatte in Sachen Qualität mehrere Meter nach oben gehängt.

Allerdings sind 68,5 %Vol. schon eine echte Hausnummer. Um daher in den vollen Genuss dieses Rums zu kommen, solltest du mit den Grundlagen der Spirituosen-Verkostung vertraut sein.

Infos: 68,5%Vol. – 150 €/0,7l

Verkostungsartikel: Velier Hampden Jamaica 2010: Dieser Rum ist ein Pflichtkauf