Warst du schon einmal auf einer Spirituosen-Messe oder einer anderen Veranstaltung, auf der sich zahlreiche Spirituosen-Fans tingeln?

Damit meine ich nicht Messen, die sich auf nur eine Sorte wie Rum oder Whisky konzentrieren. Nein, ich meine Events, bei denen du jegliche Art Destillat bekommst.

Falls ja, wirst du sicherlich mitbekommen haben, dass es einige Spirituosen-Enthusiasten gibt, die keine Alternative neben ihrem Favoriten dulden.

Auf einem Siegerpodest gibt keine zwei Erstplatzierten.

Probiere bei nächster Gelegenheit mal Folgendes: Lass dir einen weißen Rum einschenken und spaziere zu einem anderen Stand. Einem, bei dem sich Fans einer anderen Spirituosen-Art tummeln.

Versuche nun bei der erstbesten Möglichkeit folgenden Satz in die Runde zu werfen: „Rum, vor allem weißer Rum, ist die komplexeste Spirituose, die es gibt.“

Es wird keine Sekunde dauern, bis dir kontra gegeben wird. Du kannst darauf warten.

Manche werden den Kopf schütteln, manche dich belächeln und wieder andere lockern die Lippen, um dir dann 1.458 Gründe zu nennen, warum eine andere Kategorie noch komplexer ist.

Eine solche Aussage von dir, wäre grundsätzlich schon provokativ. Dann aber noch mit einem weißen Rum in der Hand, macht diesen Satz für viele völlig unverständlich.

Vielleicht fragst du dich jetzt, warum ich mir über die Reaktionen so sicher bin?

Weil ich’s ausprobiert habe. ;)

Aber sind wir mal ehrlich. Äußerungen wie „weißer Rum ist das komplexeste Destillat, Single Malt Scotch liefert die meisten Aromen etc“ ist völliger Quark.

Es gibt nicht die (!) komplexeste Spirituose.

Hörst du so etwas, liefert dir dies nur eine konkrete Information:

Der Sprecher stellt seine subjektive Empfindung über objektive Beobachtungen.

Denn es gibt keine wissenschaftliche Studie, die mittels chromatographischer Analyse herausgefunden hat, dass irgendeine Spirituose das komplexeste Bouquet von allen hat.

Eine solche Studie gibt es nicht.

Glaub mir, ich habe für zahlreiche Artikel auf Eye for Spirits und Fachartikeln in Printmedien versucht, eine solche zu finden.

Lässt ein Hersteller sein Destillat im Fass reifen, ist es unmöglich von einer Superlative in Sachen Komplexität zu sprechen. Denn hier versucht jeder Hersteller – zumindest die qualitätsbewussten – ein High End-Produkt herzustellen.

Bei weißen Destillen, also jene, die nicht ins Fass kommen und auch nicht aromatisiert werden, sieht dies anders aus.

Nicht etwa, weil es eine Superlative von Natur aus gibt, sondern weil Hersteller es so anstreben.

Scotch ist eine Spirituose, die für das Fass kreiert wird. Ebenso Cognac, Armagnac oder Bourbon.

Rum nicht, Korn nicht, Aquavit nicht.

Viele dieser Tropfen werden so kreiert, dass sie dem Fan auch ohne Fassreifung Genuss bieten; zum Beispiel als weißer Rum.

Dies liegt nicht in der Natur der Sache, dies liegt am Wunsch der Destillerie.

Und im Falle von weißen Rum sind dies viele Destillerien.

Damit du verstehst, woher weißer Rum seine Aromen erhält und damit komplexe Bouquets aufbaut, möchte ich dir heute Folgendes zeigen:

  • Warum solltest du weißen Rum pur trinken?
  • Leitfaden zur Verkostung, um möglichst viele deren Aromen zu entdecken
  • Cocktail-Vorschläge, die du mit weißem Rum zubereiten kannst
  • Empfehlungen zu wirklich gelungenen weißen Rums

Bevor wir loslegen, empfehle ich dir unseren Email-Workshop zur professionellen Rum-Verkostung. Darin erhältst du gelegentlich handfeste Tipps und Techniken per Mail, die dir helfen werden mehr Rum für dein Geld zu bekommen. Um damit gleich loszulegen, erhältst du zum Start 4 Poster als Begleitung für dein nächstes Glas Rum.

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Ok, fangen wir an.

Warum sollte ich weißen Rum pur trinken?

Um diese Frage zu beantworten, halte dir einfach mal vor Augen, warum du Single Malt Scotch, Cognac oder auch fassgereiften Rum trinkst.

Aus Genuss. Um deine Sinne mit Aromen und Texturen zu verwöhnen, die du magst oder noch nie probiert hast.

Aspekte, die dir ein hochwertiger weißer Rum bieten kann.

Eine Auswahl von solchen Tropfen, die jedes Glas wert sind, werde ich dir später in diesem Artikel noch zeigen.

Um aber möglichst viele Aromen aus jenen Rums zu holen, sollten wir uns zunächst anschauen, welche Aromen dies sein können und woher sie stammen.

Beginnen wir mit der einfachsten Frage: „Was ist weißer Rum überhaupt?“

Weißer Rum ist Rum, der nicht im Fass reifte.

„Weiß“ bezeichnet hier also nicht die Tatsache, dass er ein ähnliches Aussehen wie Milch hätte, sondern schlicht farblos ist.

Da Spirituosen ihre Farbe aber ausschließlich aus dem Holz eines Fass beziehen – lassen wir hier einmal künstliche Farbstoffe raus – dann kann ein weißer Rum per definitionem gar keine Farbe besitzen.

Ich kann dich schon fast fragen hören, wie eine Spirituose, die nicht im Fass reifte und auch nicht wie Gin aromatisiert wurde, dann eine passable Menge an Aromen bekommen kann.

Die Antwort auf diese Frage besteht aus 3 Punkten:

weißer Rum Aromen

Jeder dieser Schritte bringt eine Hand voll Aromen ins Produkt. In der Summe bekommst du auf diese Weise ein Bouquet, das dich über Stunden ans Glas fesseln kann.

Lass uns diese einmal Schritt für Schritt durchgehen, damit du weißt, was dich im Glas erwartet.

  • Zuckerrohr liefert den Charakter von Rum, vor allem von weißem

Die Art und Weise wie das Zuckerrohr deinen Rum beeinflusst, hängte von 2 Faktoren ab. 2 Stellschrauben, an denen die Destillerie drehen kann:

  1. Art des Zuckerrohrs
  2. Verarbeitung

Es gibt Dutzende von Zuckerrohr-Arten, aus denen sich Rum herstellen lässt. Um dich aber nicht mit einer ellenlangen Liste an Namen zu langweiligen, möchte ich dir nur 6 der wichtigsten zeigen.

Je nach Art liefert dir der Zuckerrohr charakteristische Aromen. Aromen, die du in einem weißen Rum deswegen gut erkennst, da nicht die Gefahr besteht, dass sie vom Fass überlagert werden.

Aber nicht nur das Fass kann dafür sorgen, dass du vom Zuckerrohr-Einfluss nicht mehr viel mitbekommst. Es kann auch an der Art und Weise liegen, wie die Destillerie ihren Rohstoff verarbeitet.

Nimmt sie den frisch gepressten Zuckerrohrsaft, dann hat dies die größten Auswirkungen auf die Aromen deines Rums. Er bekommt erdig-krautige, aber auch fruchtige Aromen mit Wiedererkennungswert.

Möchtest du dies probieren, dann wirf mal einen Blick auf weißen Rum der französischen Übersee-Département, so genannter Rhum agricole.

Mehr über Rhum agricole erfahren



Gehen wir nun einen Schritt weiter und werfen einen Blick auf den Herstellungsschritt, der für Hunderte von Aromen verantwortlich ist.

  • Die Fermentation sorgt dafür, dass weißer Rum ein komplexes Bouquet bekommt

Dem Grunde nach ist es ganz einfach. Weißer Rum muss die Fermentation durchlaufen, damit aus Zucker Alkohol entsteht.

In diesem Punkt unterscheidet sich diese Kategorie von keiner anderen Spirituose. Nicht einmal von Wein oder Bier.

Denn soll ein Genussmittel Alkohol enthalten, muss dies per Gärung bzw. Fermentation ablaufen. Während dieses Prozesses verwandeln Hefezellen sowohl Zucker in Alkohol und Kohlenstoffdioxid als auch Hunderte andere Aromastoffe.

Und mit Hunderten meine ich Hunderte.

Apfel und Birne, Ananas, Feige und Kokos. Dies ist nur eine kleine Auswahl an Düften, die dir die Hefezellen nach der Fermentation zur Verfügung stellen.

Entscheidend für die Intensität und Komplexität eines weißen Rums ist dabei die Dauer. Je länger die Destillerie die Fermentation laufen lässt, desto stärker verändert sich das Bouquet des finalen Produkts.

Um einen kleinen Einblick die die Fermentationszeiten einiger Brennereien zu bekommen, wirf mal einen Blick auf folgende Liste:

  • Zacapa (Guatemala): 100 Stunden Fermentation
  • Bielle Distillery (Marie-Galante): 120 Stunden Fermentation
  • Hampden Estate (Jamaica): 21 Tage Fermentation

In dieser Zeit entstehen zahlreiche Moleküle, auf die deine Nase während der Verkostung anspringt.

Aldehyde und Ketone, Carbonsäuren, Aromaten und vor allem Ester.

Letztere sind für viele Rum-Fans ein Garant für eine Nase voll mit Aromen. Und die Destillerie steuert deren Anzahl durch die Fermentation.

ester-rum

Je höher der Estergehalt, desto stärker erkennst du deren Aromen während des Tastings.

Dabei reicht die Messlatte von Common Cleans bis zum Schwergewicht Continental Flavoured.

Möchtest du noch mehr über die Fermentation und deren Einfluss auf weißen Rum erfahren, habe ich hier den passenden Artikel für dich geschrieben:

Das Geheimnis der Fermentation von Rum

  • Die Destillation entscheidet, ob dein Rum schwer oder leicht auf der Zunge liegt

Würde die Destillerie nach der Fermentation abbrechen, hätte sie irgendwas, das man als „Zuckerohr-Bier“ bezeichnen könnte.

Mal abgesehen davon, dass sie ihrem Namen dann nicht gerecht werden würde, fehlt noch ein letzter Schritt zur Herstellung von weißem Rum.

Denn Rum jeglicher Couleur, egal ob weiß oder braun, muss mindestens 37,5 %Vol. Alkohol besitzen. Durch die Fermentation ist dies nicht zu bewerkstelligen.

Die Brennerei muss destillieren.

Ich möchte dich aber gar nicht mit den physikalischen Hintergründen langweiligen. Ich möchte dir zeigen, welchen aromatischen Einfluss dieser Herstellungsschritt auf weißen Rum hat.

Im Folgenden wirst du daher die Antworten auf 2 Fragen erhalten:

  • Welche Aromen gelangen durch Destillation in den Rum?
  • Wie verändert die Destillation das Mundgefühl deines Rums?

Um Frage #1 zu beantworten, solltest du verstehen, was Destillation überhaupt ist. Hierbei entstehen keine neuen Aromen, es werden lediglich welche aus der Maische herausgeholt und vom Rest getrennt.

Dadurch, dass die Destillerie ihre Melasse- oder Zuckerrohrmaische erhitzt, beginnen einige Moleküle aus dem flüssigen Zustand in den gasförmigen Zustand überzugehen.

Bei Trinkalkohol ist dieser Zustand ab einer Temperatur von rund 78 °C erreicht. Stoffe mit einer ähnlichen Siedetemperatur steigen also als Gas auf und wandern durch die Brennblase zum Auffangbehälter.

Es entsteht: Weißer Rum.

Wirf mal einen Blick auf folgende Infografik. Darin habe ich dir zahlreiche Moleküle aufgelistet, die während der Destillation durch die Brennblase fliegen und am Ende von der Destillerie aufgefangen werden.

weißer rum

Die Grafik gibt dir einen Überblick über eine Hand voll Aromen und die Moleküle, die diese erzeugen. Allerdings solltest du dir bewusst machen, dass dies nur ein Ausschnitt ist.

Allein im Mittellauf erhält die Brennerei deutlich mehr chemische Verbindungen als lediglich Ethanol.

Abgesehen von den Aromen ist die Destillation aber auch dafür mitverantwortlich, ob sich weißer Rum schwer, mittelschwer oder leicht auf deine Zunge legt.

Je nachdem wie viel Nachlauf die Brennerei in ihrem Rum akzeptiert und welche Destillationsapperaturen sie verwendet, bekommt dein Tropfen ein charakteristischen Mundgefühl und individuellen Körper.

Um zu verstehen welcher Destillations-Stil zu welchem Rum-Stil führt, habe ich hier einen umfangreichen Artikel für dich auf Eye  for Spirits geschrieben:

Magst du lieber leichten oder schweren Rum?


TIPP: Auch wenn „braunen Spirituosen“ der Ruf anhängt, mehr Aromen als weiße zu besitzen, solltest du dich hiervon bei der Verkostung von weißem Rum nicht blenden lassen. Diese Kategorie besitzt zahlreiche Aromen und teils komplexe Bouquets. Du solltest aber einen großen Bogen um die Produkte bekannter Rum-Großkonzerne machen. Diese sind meist derart filtriert, dass sie mehr einem Wodka als einem Rum gleichen.


Würdest du einen weißen Rum direkt nach der Destillation trinken, würde dir Folgendes auffallen:

  1. Du bekommst in vielen Fällen zahlreiche Aromen um die Nase geworfen
  2. Das Destillat schmeckt irgendwie metallisch
  3. Der Alkohol wirkt scharf und brennend

Die letzten beiden Eigenschaften findest du hingegen nicht mehr, wenn jener weiße Rum in Flaschen gefüllt bei dir auf dem Tisch landet.

Der Grund ist simpel.

Auch wenn weißer Rum nicht zur Reifung ins Eichenfass kommt, „ruhen“ muss er dennoch. Durch interaktive Reifung mit u.a. dem Sauerstoff der Luft baut er ungewünschte Aromen wie metallische Noten ab und reduziert die alkoholische Schärfe.

Für diesen Lagerungsprozess verwenden Hersteller Behälter aus Steingut, Edelstahl oder alte Holzfässer.


Wichtig: Seit den 2000er Jahren findest du im Handel gelegentlich weißen Rum, der aromatisch jenen mit Eichenfasslagerung gleicht. In diesem Fall ist es tatsächlich ein Rum, der in jenen Fässern reifte. Die Destillerie entzog ihm aber anschließend durch Aktivkohle seine Farbe.


Wie du weißen Rum verkostest, um möglichst viele Aromen zu bekommen

Gehen wir mal davon aus, du hast weißen Rum vor dir, der dir zahlreiche Aromen liefern „kann“.

Den Begriff „kann“ habe ich deswegen hervorgehoben, da es nicht allein vom Rum abhängt, ob du ein komplexes Bouquet erhältst. Zwar muss der Rum dieses liefern, du musst es aber auch erkennen können.

Hierfür habe ich dir eine Anleitung zusammengestellt, die dir einen Überblick über relevante Tasting-Schritte aufzeigt.

Schritt #1: Farbe & Viskosität

Auch wenn weißer Rum keine Farbe besitzt, so kannst du trotzdem sein Aussehen beurteilen. Enthält er Schwebstoffe, ist die Flüssigkeit klar oder leicht trüb?

Die Viskosität zeigt dir die Zähflüssigkeit des Rums an. Schwenke in 2 bis 3 mal im Glas und beobachte die Tropfen. Häufig lassen sich hier Vermutungen zum Mundgefühl ziehen.

Häufig, aber nicht immer, gilt: Je viskoser der Rum an der Glasinnenseite, desto öliger das Mundgefühl.

Schritt #2: Bouquet

Das Bouquet eines weißen Rums zu entschlüsseln, ist der langwierigste und komplexeste Schritt.

Aber auch der schönste. Denn dieser kann dir Aromen liefern, die an Ananas, Vanille, Apfel, frische Erde etc. erinnern.

Lass den Rum zunächst 2 bis 3 Minuten stehen und schwenke ihn anschließend 1 bis 2 mal.

Halte das Glas nun unter deine Nase und schwenke es langsam von einem zum anderen Nasenloch. Welche Aromen erkennst du?

Tipp: Wenn dich die Alkoholschärfe stört, dann öffne leicht deinen Mund. Dadurch strömt Luft hinein und der Alkohol wirkt nicht mehr so brennend.

Schritt #3: Geschmack

Versuchst du herauszufinden, welchen Geschmack dein Rum hat, nimm 2 bis 3 Schlücke und bewerte den Zweiten oder Dritten. Nicht den ersten, da hier der Alkohol noch zu sehr stört.

Verwechsle hier allerdings nicht Geschmack mit Bouquet.

Geschmack lässt sich unterteilen in: Sauer, süß, bitter, herzhaft und salzig.

Erkennst du hingegen Vanille, Apfel etc. dann handelt es sich dabei um Aromen.

Schritt #4: Körper

Weißer Rum besitzt ein Gewicht, das es dir bei jedem Schluck auf die Zunge legt.

Um den Körper zu bestimmen, stelle dir folgende Frage:

Wie schwer fühlt sich der Rum an? Ist eher leicht, mittelschwer oder schwer?

Die Antwort darauf beschreibt den Körper.

Schritt #5: Textur

Textur oder Mundgefühl ist die Antwort auf die Frage, wie sich der Rum in deinem Mund anfühlt.

Ist er eher spritzig?

Mild?

Scharf?

Vielleicht trocken oder gar adstringierend?

Schritt #6: Nachklang

Der Nachklang eines weißen Rums ist wie das letzte Kapitel eines Buches. Die vorherige Geschichte kann noch so gut sein, wenn der Schluss schlecht ist, trübt es dein Empfinden enorm.

Aus diesem Grund solltest du hier auf folgende 4 Punkte achten:

  • Aromen
  • Geschmack
  • Textur
  • Dauer

5 Cocktail-Klassiker, die du mit weißem Rum zubereitest

DAIQUIRI

  • 6 cl weißer kubanischer Rum
  • 2 cl frisch gepresster Limettensaft
  • 2 cl Zuckersirup

Alle Zutaten werden in einen Shaker auf viele Eiswürfel gegeben. Alle Zutaten werden in eine vorgekühlte Cocktailschale abgeseiht und mit Limettenzeste dekoriert.

Mehr zum Daiquiri: Was du vor der Zubereitung eines Daiquiri wissen solltest

MOJITO

  • 5 cl Weißer Rum
  • 5 Minzezweige
  • 2 cl Zuckersirup (Weißer Rohrzucker : Wasser = 2:1)
  • 2 cl Limettensaft
  • 2 Tropfen Angostura Bitters
  • 4 cl Soda

Zuerst die Minzblätter mit dem Zuckersirup in den Shaker geben. Anschließend mit einem Stößel/Muddler die Blätter mehrmals gegeneinander und gegen die Shakerwand sachte (!) drücken. Fülle nun Rum, Limettensaft, Angostura Bitters und wenig Crushed Ice hinzu.

Die Zutaten anschließend „whippen“. Das heißt, du schüttelst den Drink einige Mal im Shaker, sodass sich das Crushed Ice auflöst. Dadurch erreichst du kaum Kühlung, aber einen Zusammenschluss aller Zutaten.

Gieße nun in einen doppelten Tumbler ab. Soda dazu, mit Crushed Ice auffüllen und mit Minzezweig dekorieren.

Mehr zum Mojito: Wie du einen Mojito am besten zubereitest

MARY PICKFORD

  •  6 cl Weißer kubanischer Rum
  • 4 cl Frischer Ananassaft
  • 2 BL Maraschino
  • 2 Spritzer Grenadine

Zerschneide zunächst die Ananas und gib sie in eine kleine Schüssel. Drücke sie dort mit dem Muddler aus, so dass du genügend Saft erhältst.

Gieße diesen zusammen mit den restlichen Zutaten sowie Eiswürfel in den Shaker und schüttle ca. 12 Sekunden. Seihe anschließend doppelt in eine vorgekühlte Cocktailschale/Coupette ab.

Garniere den Drink mit einer Maraschino-Kirsche.

Mehr zum Mary Pickford: Wie du einen Mary Pickford Cocktail am besten zubereitest

HEMINGWAY SPECIAL

  • 6 cl Weißer kubanischer Rum
  • 1 cl Grapefruitsaft
  • 1 cl Maraschino
  • 2 cl frischer Limettensaft

Alle Zutaten werden in einen Shaker auf Eis gegeben und kräftig geshakt. Anschließend in eine vorgekühlte Cocktailschale/Coupette abseihen und mit Limette dekorieren.

Mehr zum Hemingway Special: Hemingway Special – Ein Cocktail mit herb-süßer Geschichte

Piña Colada

  • 6 cl weißer Rum
  • 3 cl Kokosnuss-Creme
  • 4 – 5 cm dicke Ananasscheibe in kleinen Stückchen

Alle Zutaten werden mit 2 Schaufeln Crushed Ice in den Blender gegeben und auf höchster Stufe zerkleinert. Anschließend in einen Tumbler abseihen und mit Ananasstückchen und Maraschino Kirsche dekorieren.

Mehr zur Piña Colada:

Pina Colada: So bereitest du sie perfekt zu

Diese 4 weißen Rums sollte jeder Rum-Fan probiert haben

Ich kann dich schon fast fragen hören, welche Rums nun ihr Geld Wert sind. Welcher weiße Rum kann in Sachen Komplexität und Qualität mit den fassgelagerten Kollegen mithalten?

Wir haben hier auf Eye for Spirits in den vergangene Jahren zahlreiche weiße Rums probieren können. Einige davon waren derart schlecht, dass wir sie nicht mehr anrühren würden.

Ohne Frage – nicht jeder weiße Rum ist der Knaller, aber das sind auch nicht alle fassgelagerten.

Im Folgenden möchte ich dir daher 4 weiße Rums vorstellen, die mich umgehauen haben; deren Bouquets mich minutenlang ans Glas gefesselt haben oder wahre Perlen für die Zubereitung von Cocktails waren.

  • Compagnie des Indes Tricorne White Rum:  43 %Vol., Preis: 25 Euro à 0,7 Liter
  • Neisson Rhum Agricole Blanc: 50 %Vol., 23 Euro à 0,7 Liter
  • Rhum J.M Agricole Blanc: 50 %Vol., 25 Euro à 0,7 Liter
  • Revolte Rum: 41,5 %Vol.; 30 à 0,7 Liter

Welcher weiße Rum fehlt deiner Meinung nach und sollte noch in diese Liste aufgenommen werden?