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Kein Mann, der etwas auf sich hält, bestellt einen Cosmopolitan Cocktail.

Richtig?

Falsch!

Der Cosmopolitan Cocktail enthält nichts, was ihn für eine bestimmte Personengruppen ausschließt. Erst recht nicht in Bezug auf das Geschlecht.

Denn die 4 Zutaten, auf denen dieser Drink basiert, stellen dich nicht vor die Frage, ob Mann oder Frau, sondern, ob Genuss-Mensch, oder nicht.

Allerdings solltest du ein paar Dinge bei der Zubereitung eines Cosmopolitan beachten.

Ansonsten läufst du Gefahr, einen Drink zuzubereiten, der dir a) kaum Aromen bietet oder b) einen zu süßen Geschmack.

In diesem Artikel zeige ich dir daher wie du einen hervorragenden Cosmopolitan Cocktail kreierst. Zudem erhältst du eine Hand voll Tipps, um diesem Drink vom Gros der Konkurrenz abzuheben.

Cosmopolitan Cocktail: So bereitest du ihn zu

Der Cosmopolitan ist ein Sour-Cocktail. Ein gut versteckter Sour-Cocktail. Denn auch wenn seine Rezeptur 4 Zutaten vorsieht, sind es geschmacklich dennoch nur 3: Alkohol, Säure und Süße. Die Kunst einen guten Cosmopolitan zuzubereiten, liegt daher darin, diese 3 Komponenten ins passende Verhältnis zu bringen.
Vorbereitungszeit2 Min.
Zubereitungszeit2 Min.
Arbeitszeit4 Min.
Portionen: 1 Person

Equipment

  • Shaker
  • Feuerzeug
  • Gästeglas

Zutaten

  • 4,5 cl Citron Vodka
  • 1,5 cl Cointreau
  • 1 cl Frischer Limettensaft
  • 3 cl Cranberry-Nektar

Anleitungen

  • Gästeglas vorkühlen (Entweder mit Glas-Froster oder Eiswürfeln)
  • Alle Zutaten in den Shaker geben
  • 4 bis 5 mittelgroße Eiswürfel hinzugeben
  • Ca. 12 Sekunden schütteln
  • Ins Gästeglas abseihen
  • Mit Zitronenzeste oder flambierter Orangenzeste garnieren

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Das Rezept des Cosmopolitan Cocktail liefert dir nicht nur einen hervorragenden Drink, es lässt dir auch kreativen Raum.

So kannst du zum Beispiel den Limettensaft durch Rose’s Lime Juice ersetzen. Hierdurch erhält der Cocktail mehr Süße. Jedoch musst dir dir bewusst sein, dass er dadurch monoton und langweilig schmecken kann.

Es fehlt ihm an Raffinesse.

Eine aus meiner Sicht interessantere Variante des Cosmopolitan Cocktail liegt bei der Säure.

Hierfür erhöhst du das Volumen jeder Zutat, am stärksten jedoch das der Säfte und des Alkohols.

Wie sich dein Cosmopolitan Cocktail durch diese Veränderung entwickelt, zeige ich dir in folgendem Vergleich.

Cosmopolitan Rezepte Vergleich

Unterschiede zwischen beiden Varianten findest du bei allen Zutaten. Am stärksten betroffen sind jedoch Säfte und Alkohol.

Durch die Zugabe von Alkohol und Säure erhält der Cosmopolitan Cocktail mehr Kraft, wird spritziger.

Auch wenn dies den Anschein erweckt: dies stellt nicht die männliche Variante eines sonst weiblichen Drinks dar.

Denn auch wenn ein Cosmopolitan durch die Film-Reihe „Sex and the City“ in den 1990ern einen femininen Ruf erhielt, ist er ein Paradebeispiel für die Qualität von Sour-Cocktails.

Ihn daher als rein weiblichen Cocktail einzugrenzen, wäre das gleiche wie einen White Russian nur für kalifornische Penner und einen Dry Martini nur für britische Geheimagenten zu reservieren.

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Welcher Vodka eignet sich für einen Cosmopolitan Cocktail?

Für die Zubereitung eines Cosmopolitan Cocktail stehen dir zwei Varianten an Vodka zu Verfügung:

  • Vodka mit neutralem „Geschmack“
  • Vodka mit Zitrus-Aroma

Beide Versionen haben ihren Reiz in diesem Drink.

Entscheidest du dich für Variante eins, stellst du den Cranberrysaft in den Vordergrund. Im Mund erkennst du neben dem Cranberry-Aroma eine herbe Note aufgrund des Saftes und des Orangen-Likörs Cointreau.

Gibst du hingegen der Zitrus-Variante den Vorzug, erhältst du einen Cosmopolitan Cocktail mit spritzigem Mundgefühl. Die Zitrus-Frische von Limettensaft und Zitronen-Aroma dominiert.

Im Folgenden möchte ich dir 3 Vodkas vorstellen, die unserer Meinung nach hervorragend als Basis eines Cosmopolitan Cocktail funktionieren.

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Tipp: Wenn du keinen Zitrus-Vodka zur Verfügung hast oder nicht auf Produkte aus dem Handel zurückgreifen möchtest, gibt es eine Alternative. Verwende hierfür die Zesten einer halben Zitrone. Lege diese in den Shaker und schüttle mit der Menge „normalen“ Vodkas, wie im Rezept angegeben. Entferne anschließend die Zesten und bereite den Cocktail nach Rezeptur zu.

Dies ist die Original-Rezeptur aus dem Jahr 1934

Diese Version des Cosmopolitan Cocktail aus den 1930ern besitzt zwar ein ähnliches Gerüst wie die moderne Version, unterscheidet sich von dieser aber in 2 grundlegenden Zutaten:

Frucht und Spirituose.

Die 1934er Variante verlangt nach Gin statt Vodka, Himbeeren statt Cranberrys.

Möchtest du diese Version zubereiten, schüttelst du die Zutaten im Shaker rund rund 12 Sekunden. Anschließend seihst du in ein vorgekühltes Gäste-Glas ab und garnierst mit einer Orangen-Zeste.

  • 6 cl Dry Gin
  • 1,5 cl Triple Sec
  • 2,2 cl Frischer Zitronensaft
  • 0,75 cl Himbeersirup (1 Teil Himbeersaft auf 1,5 Teile Zucker)

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Schmecke einen Cosmopolitan Cocktail ab, bevor du ihn servierst

Dein oberstes Ziel bei der Zubereitung eines Cosmopolitan Cocktail sollte sein, süßen und sauren Geschmack in Balance zu bringen.

Ist er zu sauer, stört dies viele Aromen; ist er zu süß, schmeckt er schal.

Dies bedeutet nicht, dass du immer ein Verhältnis von 1 : 1 der beiden Komponenten zueinander brauchst. Dies scheint auf dem Papier harmonisch, ob du dies aber geschmacklich auch so wahrnimmst, ist eine andere Geschichte.

Der Grund liegt in den Limetten, die du zur Zubereitung verwendest.

Limetten sind Früchte und damit Naturprodukte. Je nach Wachstumsbedingungen variiert deren Säure- und Süßegehalt.

Mal sind die Schwankungen minimal, mal extrem. Dies hängt davon ab, wie lange die jeweilige Frucht in der Sonne hängen durfte.

Je länger, desto süßer.

Es ist daher unbedingt nötig, dass du deinen Cosmopolitan Cocktail abschmeckst, bevor du ihn einem Gast servierst. Denn danach sind Korrekturen der Süß-Sauer-Balance nicht mehr möglich.

Um dir Hilfestellung im Umgang mit Limettensaft zu geben, haben wir die folgende Übersicht kreiert:

Warum du einen Cosmopolitan Cocktail heute nur noch selten in Büchern findest

Wirf mal einen Blick in Cocktail-Bücher der jüngsten Vergangenheit. Gehe im Register zu „C“ und suche die Seite für „Cosmopolitan“.

Er müsste irgendwo zwischen Cobbler und Cosmonaut stehen.

Tut er aber nicht.

Zumindest nicht im überwiegenden Teil jener Cocktail-Literatur, die in den vergangenen 5 Jahren erschien. Nicht in jenen Büchern, die sich innerhalb kürzester Zeit zu Standardwerken der Bar-Industrie entwickelten.

Death & CoÜber Cocktails etc.

Ist der Cosmopolitan Cocktail nicht mehr in?

Ist er seit dem letzten Sex and the City-Kinostart nicht mehr sexy genug?

Abb.: In den 1990ern erlangte der Cosmopolitan Cocktail durch die Kino-Reihe „Sex and the City“ sowohl eine neue Rezeptur als auch weltweite Aufmerksamkeit.

In den vergangenen 5 Wochen war ich in 3 Bars, bei denen der Bartender die Rezeptur des Cosmopolitans nicht aus dem Stegreif konnte.

Die meisten wussten zwar, nach welchen Ingredienzen der Drink verlangt, nicht mehr jedoch die genauen Volumina.

Einen Vorwurf kann man den Jungs und Mädels hinter der Bar aber nicht machen.

Warum sollten sie auch über Monate und Jahre hinweg die Rezeptur im Kopf behalten, wenn kaum ein Gast diesen Cocktail bestellt.

Der Cosmopolitan-Trend, den ich in einer Hand voll Bars zwischen Nürnberg und München vorfand, ist natürlich nicht repräsentativ für die weltweite Barszene. Dafür war die Stichprobe zu gering.

Werfen wir allerdings mal einen Blick auf das Interesse von Hobby-Mixer und Cocktails-Fans weltweit.

In dieser Grafik von Google Trends erkennst du – lassen wir einmal Weihnachten außen vor – einen relativ gleichmäßigen Kurvenverlauf. Zwar geht die Nachfrage in den Sommermonaten etwas nach oben.

Bei weitem aber nicht in einem solchen Ausmaß wie bei aktuellen angesagten Drinks wie dem Gin Tonic.

Hinzukommt die Tatsache, dass der sommerliche „Trend“ nach Cosmopolitan in erster Linie von 3 Märkten getragen wird: Griechenland, Großbritannien und Zypern.

Der Grund für diesen Nachfrage-Rückgang eines Drinks, der vor rund 20 Jahren die Barkarten dominierte, liegt zum einen in der fehlenden Medienpräsenz.

Wo taucht denn ein Cosmopolitan denn heute noch auf? In den sozialen Netzwerken, auf Blogs, Fachzeitschriften?

Ich habe ewig keinen gesehen.

Ein weiterer Punkt liegt darin, dass der Cosmopolitan ein Kind der 1990er ist. Zwar wurde er nicht in jenem Jahrzehnt kreiert, stieg aber zur Ikone dieser Dekade auf.

Unter anderem neben seines Gastauftritts im Kino-Erfolg Sex and the City, aber auch aufgrund seiner Zutaten. Cranberrynektar und aromatisierter Vodka waren zu jener Zeit ein heißes Ding.

Dass sich heute kein Bartender mehr mit Flavoured Vodkas zeigen möchte, schadet der Popularität des Cosmopolitans zusätzlich. War er schließlich der bekannteste Cocktail, dessen Rezeptur nach Citron Vodka verlangte.