Kumquat, Orange, Johannisbeere. Trinkst du Dalmore, trinkst du Früchte.

Es begeistert einen Tropfen dieser Destillerie einzuschenken und zu erleben, wie dessen Aromen aus dem Glas aufsteigen.

Und: dafür musst du nicht viel tun.

Bei einigen Single Malts von Dalmore reicht es, diese vor sich stehen zu haben. Deren Aromen haben eine solche Kraft, dass sie von allein den Weg aus dem Glas finden. Du musst es nicht einmal zur Nase führen.

Ein Korb auf dem Tisch, prall gefüllt mit Orangen und Beeren, könnte nicht intensiver duften.

Diese Front an Aromen verschleiert aber zu gerne, was ein Dalmore Whisky dir noch bieten kann.

Weit mehr als ein, zwei Nuancen.

Um dies zu entdecken, musst du nur wissen, Bouquet und Textur eines Dalmore Malts zu entschlüsseln.

In diesem Artikel zeige ich dir, was du wissen, wie du vorgehen und was du beachten musst.

Danach trinkst du Dalmore Whiskys anders.

Danach lohnt sich jeder Euro, den du für diesen Single Malt ausgibst.

Bevor wir loslegen…

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Ich erzähle dir vermutlich nichts Neues, wenn ich sage, dass du die Single Malt Whisky-Herstellung in 4 Schritte gliedern kannst:

  1. Malz-Verarbeitung
  2. Fermentation
  3. Destillation
  4. Reifung

Jeder Schritt trägt einen entscheidenden Teil zum Aroma und Mundgefühl eines Whiskys bei – auch bei Dalmore.

Wie die einzelnen Abschnitte, so lässt sich auch deren Beitrag auflisten.

  1. 5 Prozent
  2. 25 Prozent
  3. 5 Prozent
  4. 65 Prozent

Diese Angaben gelten für einen durchschnittlichen Whisky, der ungefähr 10 Jahre in Eichenfässern reifte – aber nicht bei Dalmore.

Dalmore verschiebt dieses Aufteilung derart, dass ein hervorragender Whisky nicht das erste ist, das mir dabei in den Sinn kommt.

Allein mit Blick auf die Theorie muss ich sagen: „Das wird kein guter Whisky“.

Mit Blick auf die Praxis muss ich aber widerrufen: „Das ist ein hervorragender Whisky“.

Eigentlich müsste Dalmore Fehlnoten besitzen…

Wirf einmal einen Blick auf deren Fermentation.

Bei dieser geben sie den Hefezellen 50 Stunden Zeit ihre Arbeit zu verrichten. Das heißt, jene Mikroorganismen bekommen 2 Tage und 2 Stunden Zeit aus Zucker Alkohol herzustellen, und aus diversen chemischen Verbindungen angenehme Aroma-Moleküle.

Dalmore arbeitet damit am Minimum.

Nur 3 Stunden weniger und die Fermentation wäre unvollständig.

Denn 48 Stunden brauchen Hefezellen, um den Zucker vollständig in Trinkalkohol umzuwandeln. Jede Stunde darüber hinaus dient allein der Bildung von Aromen und dem Abbau von Fehlnoten.

Die Malt-Destillerie Glenfiddich lässt ihre Fermentation 72 Stunden laufen, Knockando teilweise gar 100 Stunden.

Und Dalmore? Gerade mal 50.

Dennoch: Das, was bei dieser Brennerei aus den Brennblasen fließt, besitzt nicht nur zahlreiche Aromen, sondern auch Individualität.

Es macht Spaß dieses Destillat zu trinken, obwohl es keinen Tag im Fass verbrachte.

Der Grund für diesen Genuss liegt im nächsten Schritt.

… wäre da nicht die Destillation

Allein die vergorene Maische ist bei Dalmore nicht der Rede Wert. Erst der folgende Prozess, die Destillation, konzentriert Duftmoleküle und filtert Fehlnoten.

Um zu verstehen, was dir bereits der New Make von Dalmore liefert, haben wir dir eine Infografik erstellt.

Darin erkennst du unter anderem 3 Dinge:

  • Eigenschaften des Haus-Stils
  • Besondere Aromen des New Makes
  • Häufige Aromen im gereiften Whisky
Dalmore Whisky Haus-Stil Übersicht

New Make-Aromen und Brennerei-Charakter lassen sich für Dalmore – wie in der Grafik gezeigt – mit einem Wort beschreiben:

Genuss

Der Grund liegt in der Form der Pot Stills. Denn diese 4 Brennblasen aus Kupfer besitzen bei Dalmore nicht nur ein eigensinniges Aussehen, sondern auch eine individuelle Aufgabe.

So haben die Wash Stills, also die Brennblasen, in denen die erste Destillation abläuft, einen abgeflachten Kopf.

Ungewöhnlich, denn normalerweise geht der Hals der Brennblase (Swan neck) direkt in das Überflussrohr (Lyne arm) über.

Pot Stills Malt whisky
Abbildung: Verschiedene Formen von Pot Stills; Quelle: Whisky – Production, Technology, Marketing – I. Russell

Bei Dalmore ist er hingegen flach, abgehackt und kantig. Der Grund für diese Form: mehr Rückfluss während der Destillation.

Es wandert dadurch nicht jedes Molekül, das zu Dampf wurde, sofort weiter. Nicht jede chemische Verbindung der Maische landet auch im Whisky.

Im Gegenteil, die Form von Dalmores Pot Stills arbeitet als eine Art Torwächter.

Es dürfen nur jene Moleküle passieren, die den Vorgang von Aufsteigen-Hinunterfallen mehrfach überstehen.

Der Rest bleibt am Boden, wird nicht zu Whisky.

Ist der Rohbrand aus den Wash Stills schließlich bereit für die zweite Destillation, geht es in die Spirit Stills.

Um sich vom Durchschnitt abzuheben, hat Dalmore an diese so genannte Kühlwasserkragen angebracht. Auch dies dient nur einem Zweck: Der Rückfluss soll erhöht und der Brand somit sauberer werden.

Das gelingt.

Durch diese Art der Destillation erhält die Brennerei einen Feinbrand, der nur so vor Früchten strotzt.

Von Fehlnoten keine Spur.

Das Markenzeichen? Sherry-Fässer.

Bräche die Brennerei an dieser Stelle ab, hättest du einen fruchigen, sauberen und auch schweren Tropfen im Glas. Zwar keinen Whisky, aber ein Destillat, mit dem du Spass hättest.

Dalmore Whisky haut allerdings erst so richtig rein, fesselt dich über Stunden ans Glas, wenn sie mehrere Jahre im Fass reiften. 

Aus 2 Gründen:

Die Basis-Reifung in Ex-Bourbon-Fässern

Dalmore Whiskys verbringen die ersten Jahre in Ex-Bourbon-Fässern. Dies liefert dir eine Art Teppich, ein Boden auf dem weitere Aromen gepflanzt werden.

Zudem baut dieser Schritt Gerüche ab, die ein New Make meist besitzt, in einem Whisky aber nicht erwünscht sind.

Metallischer Geschmack, zum Beispiel.

Mehr als eine solide Basis bringt diese Reifung bei Dalmore aber nicht. Den eigentlichen Schritt über die Schwelle zum Genussprodukt, gehen Ex-Sherry-Fässer.

In diesen findet der aromatisch entscheidende Teil der Fassreifung statt.

Ohne Sherry-Fässer kein Dalmore

Dalmores Master Blender Richard Paterson bezieht Sherry-Fässer ausschließlich von der Bodega Gonzales Byass.

Große, 500-Liter-fassende Sherry-Butts

Sie verwenden diese nicht für ein Finishing von lediglich ein paar Monaten. Stattdessen läuft hier der entscheidende Teil der Reifung ab, der Dalmore-Teil; der Teil, der zum Erkennungsmerkmal der Marke wurde.

Nach rund 15 Jahren hast du dann einen schweren, hocharomatischen Single Malt.

Ein Single Malt, bei dem New Make und Bourbon-Fässer das Fundament bauten, die Sherryfässer den Palast.

Mehr zu diesem Thema:


Dalmore Whisky richtig verkosten

Dalmore Whiskys liefern dir ein Potpourri an Fruchtaromen. Die meisten davon versetzen dich in Herbst- und Winterstimmung.

Trockenfrüchte wie Rosinen, Pflaumen oder Orangenschalen drücken aus dem Glas.

Vorausgesetzt er hat die richtige Temperatur.

Das Bouquet kommt am besten zur Geltung, wenn es ungefähr 21 °C besitzt. Darüber hinaus wird die Textur des Whiskys zu ölig.

Foodpairing mit Single Malts von Dalmore

Eine Speiseempfehlung für einen Dalmore Whisky zu geben ist einfach.

Mundgefühl und Bouquet prädestinieren ihn als Digestif für herzhafte Speisen und Desserts.

Probiere einen 15- oder 18-jährigen Dalmore einmal nach Bœuf bourguignon oder als Begleitung zu einer Apfel-Zimt-Tarte.

Falls du dich bei anderen Gerichten fragen solltest, ob Dalmore nun eine gute Begleitung wäre oder nicht, beantworte folgende Frage:

„Könnte ich den Dalmore auch durch Cognac oder Sherry ersetzen?“

Falls die Antwort „ja“ lautet, liefert dir jener Single Malt eine tolle Zeit.

Vorschläge

Gemüse/Käse/Gebäck

Gruyère, Ciabatta, Tomaten, Knoblauch, Bohnen, Pommes frites, Dunkle Schokolade

Kräuter/Gewürze

Darjeeling Tee, Hopfen, Walnüsse

Fleisch/Fisch

Rindfleisch, Seebrasse, Schinken, Muscheln

Früchte

Erdbeeren, Aprikosen, Orange, Pflaume

Diese Whiskys solltest du probieren

Natürlich, für Jahrgangsabfüllungen von dieser Destillerie oder für exklusive Serien wie die Constellation Collection kannst du viel Geld hinlegen.

Und auch wenn du bei diesen Single Malts herausragende Qualität bekommst, unbedingt zahlen musst du deren Preise nicht.

Es ist kein Preisschild mit 3- oder 4-stelligem Betrag darauf notwendig, um von Dalmore Qualität zu erhalten.

Bereits die Single Malts in deren Standard-Portfolio liefern dir Genuss – bei einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis.

The Dalmore 12 Jahre

Dalmore 12 Jahre Single Malt

Alkoholgehalt: 40 %Vol.

Fassreifung: 9 Jahre in Ex-Bourbonfässer und 3 Jahre in 30-Jahre alten Matusalem Oloroso Sherry-Fässern 

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The Dalmore 15 Jahre

Dalmore 15 Jahre Single Malt

Alkoholgehalt: 40 %Vol.

Fassreifung: Ex-Bourbonfässer und Ex-Sherry-Fässer (Matusalem, Apostoles und Amoroso)

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The Dalmore 18 Jahre

Dalmore 18 Jahre Single Malt

Alkoholgehalt: 43 %Vol.

Fassreifung: Ex-Bourbonfässer und Ex-Oloroso Sherry Butts

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The Dalmore Cigar Malt Reserve

Alkoholgehalt: 44 %Vol.

Fassreifung: Ex-Bourbonfässer und Ex-Oloroso Sherry Butts

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