Wie trinkt man Gin?

„Ich trinke Tonic zu meinem Gin, ich nippe ihn nicht pur. “ Die ist eine Möglichkeit, Gin zu genießen. Aber eben auch nur eine. Denn hinter der Frage „Wie trinkt man Gin?“ steckt mehr als das Verhältnis von Spirituose zu Limonade. Es ist mehr als ein bloßes Mischverhältnis.

Die Antwort auf die Frage, wie man Gin trinke, bietet dir die Möglichkeit, Gin zu genießen; und zwar in all seinen Facetten. Pur. Als Gin Tonic. Als Negroni.

Kennst du die Antwort, erhältst du nicht nur den meisten Gin für dein Geld, du bekommst auch ein Verständnis für Qualität.

Gut, ich muss zugeben, ich habe dies über Jahre falsch betrachtet. Gin existierte für mich nur als Grundlage eines Cocktails. Wie trinkt man Gin? Mit Tonic!

Auch wenn dies nach wie vor eine der spannendsten Varianten ist, diese Spirituose zu genießen, ist es nicht die einzige.

Im Gegenteil.

Trinkst du Gin pur, riechst an seinem Bouquet, liefert er dir Genussmomente, die dich begeistern können. Vorausgesetzt, du weißt, wie man ihn verkostet; vorausgesetzt, du weißt, was dich erwartet.

Um dich dabei zu unterstützen, Gin in all seinen Facetten zu genießen, habe ich diesen Leitfaden geschrieben. Er liefert dir die Antworten auf folgende 3 Fragen:

  • Wie trinkt man Gin?
  • Welche 3 Gins lohnt es, zu kaufen?
  • Was ist sind gute Mischverhältnisse bei Gin Tonic?

Bevor wir loslegen:

Um zu verstehen, warum Gin nach Wacholder duftet, nach Apfelblüten oder Limettenzesten, musst du dessen wichtigste Zutaten kennen: die Botanicals.

Hierfür haben wir ein eBook für dich geschrieben, das du jetzt kostenfrei runterladen kannst.

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Gin pur trinken: So entdeckst du die meisten Aromen

Es gibt zahlreiche Momente, bei dem der Purgenuss von Gin die beste Wahl ist. Beim Gin-Tasting, bei der Gin-Probe vor dem Kauf oder bei der Kombination mit Speisen.

Eine Destillerie, die ihren Gin mit Leidenschaft und Handwerk produziert, stellt ein kleines Kunstwerk her. Ein Destillat mit Nuancen, Aromen und ausgefallener Textur.

Dies alles entdeckst du jedoch nur, wenn du deinen Gin ohne weitere Zutaten genießt; wenn du ihn pur trinkst.

Erst dann zeigen sich dir die trocken-würzigen Aromen des Wacholders, die frischen Zitrus-Noten oder die verspielten Veilchen-Nuancen.

Vorausgesetzt, du weißt, wie man Gin verkostet.

Verwende das richtige Glas

Möchtest du Gin genießen, dann nimm das Glas, das dir am meisten zusagt. Es gibt keine Regel, die vorschreibt, in welchem Behälter diese Spirituose am besten schmeckt.

Möchtest du jedoch einen Gin verkosten, all seine Aromen entdecken, dann gibt es schon ein paar Regeln.

Um das Maximum an Bouquet und Mundgefühl herauszuholen, sollte dein Glas folgende Eigenschaften besitzen:

  • Stiel
  • Hochwertiges Material
  • Boden ist breiter als Öffnung

Nimmst du ein Glas mit diesen Eigenschaft, zielt der Gin genau auf deine Nase. Und er trifft. Er schickt Wacholder, Zitronen und Grapefruit exakt dorthin, wo du sie am besten entdecken kannst.

Das richtige Glas für Gin pur.
Abb.: Grappa-Gläser eignen sich hervorragend zur Verkostung von Gin

Ein Behälter, der eine solche Beschaffenheit besitzt, ist das Grappa-Glas. Natürlich, es gibt noch andere, so genannte Nosing-Gläser, die die obigen Eigenschaften aufweisen. Nur wenige leisten aber bei der Verkostung von Gin so gute Arbeit wie Grappa-Gläser.

Trinkst du Gin, achte auf die Temperatur

Pickst du dir einen Gin aus einer beliebigen Kategorie, hat dieser eine Reihe von Eigenschaften im Gepäck. Old Toms sind süß, Dry Gins sind trocken, Reserves sind elegant.

Manche sind wahre Kraftpakete, andere umspielen deine Nase mit filigranen Aromen.

All diese Besonderheiten wirst du aber nicht entdecken, wenn es dir egal ist, wie warm oder kalt er ist.

„Wie trinkt man Gin?“, ist daher nicht nur eine Frage des Glases, sondern auch der richtigen Temperatur.

Ein bis zwei Grad wärmer können einen Gin bereits zu einem gänzlich anderen Destillat machen. So legen sich zum Beispiel Old Toms dann ölig auf deine Zunge und mancher Dry Gin entwickelt herben Geschmack.

Um möglichst viele Aromen in deinem Gin zu entdecken, hilft es dir, sich an folgende Richtwerte zu halten:

Temperatur

Anders als bei fasslagerten Spirituosen solltest du Gin nicht zu warm trinken. Und damit meine ich 20 °C und darüber.

Denn genießt du ihn zu warm, setzt er nicht mehr all zu viele Aromen frei. Nicht so wie bei Scotch oder Weinbrand. 

Im Gegenteil: Trinkst du deinen Gin zu warm, nimmt dessen alkoholische Schärfe zu. Letztendlich stört dies den Genuss.

Meiner Erfahrung nach fährst du daher bei den meisten Gins am besten, wenn du sie bei einer Temperatur von rund 18 °C trinkst.

Mehr zu diesem Thema:


3 hervorragende Gins für den Pugenuss

Das Glas passt, die Temperatur passt, der Gin schmeckt trotzdem mies.

Du kannst dein Tasting penibel planen, alles so aufbauen, dass die Verkostung ein Genuss wird, und trotzdem geht es den Bach runter.

Der Grund: der Gin besitzt keine Qualität.

Und in der Flut an Neuerscheinungen, die in den vergangenen Jahren über uns hereinschwappte, wird dir dies häufiger passieren.

Um dir Fehlgriffe zu ersparen, zeige ich dir daher im Folgenden eine Hand voll Gins, die es lohnt zu kaufen. Die es vor allem lohnt zu trinken. Pur.

Cotswolds Dry Gin

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Juniper Jack

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London Dry Gin mit 46,5 %Vol.

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Ableforth’s Bathtub

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Wie trinkt man Gin mit Tonic

Gin ohne Tonic? Wie Auto ohne Treibstoff! Für viele Genuss-Trinker scheint es keine Alternative für dieses Duo zu geben.

Und dies aus gutem Grund. Ist Gin Tonic letztlich eines der Highballs, bei dem die Zutaten perfekt harmonieren…

…können.

Zubereitung eines Gin Tonic
Abb.: Zubereitung eines Gin Tonic

So simpel die Rezeptur dieses Drink aussehen mag, ist es ebenso einfach ihn ungenießbar zu machen.

Wie?

Du nimmst einen minderwertigen Gin, ein minderwertiges Tonic; du nimmst ein Tonic, dessen Aromen nicht zum Gin passen.

Oder häufiger: Du verwendest die falsche Menge an Tonic.

Stimmt das Verhältnis zwischen Spirituose und Filler nicht, kann keiner von beiden brillieren. Sie erschlagen sich gegenseitig.

Bevor wir uns jedoch die richtigen Mischverhältnisse von Gin und Tonic ansehen, lass uns zunächst einen Blick auf die Grundlage werfen: Die Rezeptur

Das richtige Mischverhältnis

Die Rezeptur eines Gin Tonic definiert das Volumen an Spirituose, selten jedoch das des Tonics.

Und dies ist die Crux. Denn der Spielraum, den du damit erhältst, kann dir einen hochwertigen oder einen minderwertigen Drink liefern. Der Ball liegt bei dir.

Es gibt allerdings 3 Verhältnisse, die in der Regel immer funktionieren.

Welches Tonic Water?

Die Begeisterung, die wir für Gin Tonic hegen, lässt uns ratlos zurück. Denn nicht nur prasseln Dutzende neue Wacholder-Destillate auf uns ein, auch Tonics springen hinter her.

Diese Fülle, diese unüberschaubare Fülle an Tonic Water bietet uns aber auch Möglichkeiten. Denn jedes kommt mit eigenem Bouquet und spritzigem Mundgefühl in den Handel.

Wir müssen nur das richtige für unseren Gin auswählen.

Um dir die Suche nach einem Tonic zu erleichtern, möchte ich dir drei vorstellen. Drei Tonics, die mich in den vergangenen Jahren in zahlreichen Gin Tonics begeisterten.

Aus diesen Gründen:

  • Besondere Aromen
  • Passen zu zahlreichen Gins
  • Angenehm trockenes Mundgefühl

Schweppes Dry Tonic

Trocken, herb mit einem Hauch frischer Zitronenschalen

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Fentimans Premium Indian Tonic

Fentimans Toinc

Tonic mit herben Geschmack und Aromen von Wacholder und Limetten

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Thomas Henry Tonic

Thomas Henry Tonic

Tonic mit fruchtigen Aromen und süßlichem Geschmack

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Der Best of-Gin Tonics-Leitfaden…


Wir haben eine Best of Gin Tonic-Übersicht für dich erstellt.

Darin findest du zahlreiche Kombinationen von Gins und Tonics, die hervorragend miteinander harmonieren und dir Zeit bei deiner Suche sparen.
 
Die Best of-Gin Tonics jetzt kostenfrei runterladen.


 

Welche Dekoration für einen Gin Tonic?

Wie viele Zutaten hat ein Gin Tonic?

2?

Falsch!

3! Gin, Tonic und Dekoration.

Was bei vielen Cocktails lediglich der Ästhetik dient, kann der Aromatik eines Gin Tonic das i-Tüpfelchen verleihen.

Denn Rosmarin-Zweige, Orangen-Zesten oder Pfeffer-Körner sehen in diesem Drink nicht nur hübsch aus, sie verändern auch seine Aromen.

Zumal ein Gin Tonic nur aus Nuancen besteht, nicht aus einer Armee kräftiger Düfte.

Für die Qualität deines Drinks ist die Wahl der passenden Dekoration daher entscheidend.

Nicht in jedem Gin Tonic funktioniert Wacholder, nicht in jedem Gurke.

Bevor du also deinen nächsten Gin Tonic trinkst, habe ich hier ein paar Tipps für eine gelungene Kombination von Drink und Dekoration:

  • Limetten-/Zitruszesten: Ästhetisch; unterstützt Gins und Tonic Waters mit deutlicher Wacholder-Note.
  • Gurkenscheiben: Nur etwas für das Auge. Erzeugt „Frische“ beim Betrachter. Geeignet für Gin Tonics mit leichtem und spritzigem Geschmack.
  • Rosmarin-Zweige: Beeinflusst die Aromatik des Gin Tonics stark. Vor allem bei Gins mit mediterranen Botanicals geeignet.

Weitere Möglichkeiten Gin zu genießen

Die Antwort auf die Frage „Wie trinkt man Gin?“ beschränkt sich häufig auf Purgenuss und Gin Tonics.

Allerdings wird das dieser Spirituose nicht gerecht.

Ihre Aromatik, ihre Textur kann dir weitaus mehr bieten als lediglich in diesen beiden Formen.

Um Gin zu trinken und zu genießen stehen dir daher noch zahlreiche weitere Rezepturen zur Verfügung.

Im Folgenden lernst du daher 3 der bekanntesten Gin-Cocktails kennen. Du erfährst, welche Zutaten du brauchst und wie du sie zubereitest.

Negroni

Zutaten:

  • 3 cl Dry Gin
  • 3 cl Campari
  • 3 cl Vermouth rouge

Zubereitung:

  • Alle Zutaten in ein Rührglas geben und 4 bis 5 mittelgroße Eiswürfel hinzu
  • 30 Sekunden mit Barlöffel verrühren
  • In vorgekühlten Tumbler auf einen großen Eiswürfel abseihen
  • Mit den ätherischen Ölen einer Orangenzeste den Drink abspritzen
  • Zeste hinzugeben

Mehr über den Negroni erfahren

Gin Fizz

Zutaten:

  • 6 cl Dry Gin
  • 2,5 cl Zuckersirup (1:1)
  • 2,5 cl Zitronensaft
  • 1 Eiweiß
  • Soda

Zubereitung:

  • Zitronensaft auspressen und 4 bis 12 Stunden kühl lagern
  • Alle Zutaten – außer Soda – im Shaker ohne Eis 12 Sekunden shaken
  • Anschließend Eis hinzugeben und erneut 12 Sekunden shaken
  • Durch Grob- und Feinsieb in ein Fizz-/Highball-Glas auf Eis abseihen
  • Mit Soda auffüllen und mit Zitronenzeste dekorieren

Mehr über den Gin Fizz erfahren

Gimlet

Zutaten:

  • 6 cl Dry Gin (wacholder-betont)
  • 2 cl Lime Cordial (z.B. Rose’s Lime Juice)

Zubereitung:

  • Alle Zutaten ins Rührglas
  • 4 bis 5 mittelgroße Eiswürfel hinzugeben
  • 30 Sekunden verrühren
  • In Coupette oder Martini-Glas abseihen
  • Mit Limettenzeste dekorieren

Mehr über den Gimlet erfahren